Folgen der Überschwemmung im Jahr 2000

 

Ungefähr 15 Minuten dauert der Horror und dann ist unser Haus bis ins Erdgeschoss gefüllt mit Wasser (eigentlich Schlamm). Alles was sich im Keller befunden hat ist Müll. Heizung, Elektrik, Werkzeug, Notvorrat, alles hin.

 

Nach der Renovation mache ich mir Gedanken, wie das in Zukunft vermieden werden kann. Das Haus stand 30 cm tief im Wasser. Im Erdgeschoss stand das Wasser noch 10 cm tief. Die Türen dichten also recht gut ab.

 

Was tue ich, um einen erneuten Wassereinbruch im Keller zu vermeiden? Meine Nachbarn rücken dem mit halben Betonröhren zu Leibe. Das sieht scheusslich aus und nimmt dem Keller das eh schon spärliche Licht gänzlich weg.

 

Meine Lösung soll einerseits filigran und doch stabil, andererseits aber auch lichtdurchlässig sein. Das Aquarium steht Modell für meine Lösung. Stabiler Metallrahmen mit einer Sicherheitsverglasung. 8 mm müssten reichen. Das Ganze wird 50 cm hoch. Sollte das Wasser höher kommen, haben wir ganz andere Probleme als der Wassereinbruch im Keller.

 

Ich kaufe mir kurzerhand ein Schutzgas-Schweissgerät und übe damit fleissig. Sobald mir die Schweissnähte schön und stabil gelingen, mache ich mich ans Werk und schweisse die Rahmen zusammen, gebe sie anschliessend zum Verzinken, kaufe das Glas auf Mass ein. Nach der Montage muss ich mir eingestehen, dass dies eine gelungene Lösung ist.

 

Sie wird von Besuchern praktisch nicht wahrgenommen und ist doch so stabil, dass ich tagelang darauf stehen und die Fensterrahmen malen oder mit den Bergschuhen mit voller Kraft reinkicken kann, ohne dass sie zerbrechen.

 

Tüpfelchen auf dem i ist, dass ich damit einen Preis der Gebäudeversicherung gewinne (Platz 2), der mir den vierfachen Betrag der Auslagen vergütet.

 

 

Küchenfenster
Küchenfenster