Musik. Ohne sie könnte ich nicht leben

Wenn nur das Zimmer mitwachsen würde
Wenn nur das Zimmer mitwachsen würde

Eilige können den ersten Abschnitt ohne Wissensverlust überspringen!

 

Erster Abschnitt:


mit 6 ist es die Violine meiner Mutter (2 Lektionen)
mit 7  die Blockflöte, die mir meine Kindergartenlehrerin zum Abschied geschenkt hatte (die Gebissspuren am Instrument zeugen nicht von meiner Holzwurmtätigkeit, sondern von der Unausstehlichkeit meines Flötenlehrers). (5 - 7 Lektionen)
Mit 9 Mundharmonika. Die spiele ich, zwar selten, aber doch heute noch. Keine Lektionen!!! (Der gewiefte Leser merkt hier etwas). Im Kinderheim verkrieche ich mich jeweils in mein Zimmer und übe stundenlang. Im Ferienlager bin ich der Super Star. Ich bin als 11-jähriger in der Lage, alle Wanderlieder zu begleiten.
Mit 11 Akkordeon. (6 Lektionen). Wieder Gebisspuren im Instrument (...Flöte schmeckt besser, weniger nach Kunststoff...).Hier ist die Odyssee zu Ende.

 

Zweiter Abschnitt:

 
Sie ist 14, ich 10.
Sie besitzt eine Ukulele und eine Gitarre. Ich nur eine Mundharmonika.
Sie ist bildhübsch und ich total weg.
Ihre Gitarre leiht sie mir nie, ihre Ukulele sehr wohl.
Wieder verschwinde ich stundenlang in meinem Zimmer und übe und übe. Die Erfolge bleiben nicht aus und die Begeisterung wächst. Bald spiele ich jeden Gassenhauer der 60er Jahre auf IHRER Ukulele.
Ich verlasse todtraurig das Kinderheim, sie bleibt.
Irgend etwas bewegt meine Mutter und sie tauscht mein Akkordeon (ich bin inzwischen 12) gegen, - EINE GITARRE; - mein Traum.
Fortan ziehe ich die Gitarre allen schulischen Tätigkeiten vor und, wen wundert's, bin auf der Gitarre bald wesentlich virtuoser, als in Mathe oder jedem anderen Fach.

 
Ich könnte hier stundenlang Anekdoten zum Besten geben, limitiere mich aber auf die Aussage, dass, während der vergangenen über 40 Jahre, Gitarren zu meinen treuesten Begleiterinnen gehörten und mich aus manchem Tief retteten.
Es gibt Leute, die meinen Namen nicht wissen, aber ohne zu zögern feststellen: "Du bist doch der mit der Gitarre".

 

Ich selbst bekenne: "Müsste ich heute bei Null beginnen, ich würde keine Sekunde zögern und wieder die Gitarre wählen".